Eine Bühne für alle
Das Opern Repertoire von Solo Semble umspannt drei Jahrhunderte europäischer Musikgeschichte — von der zeitlosen Größe Händels und Mozarts über die dramatische Leidenschaft von Bizet und Lehár bis hin zur klangvollen Moderne.
Doch wir gehen weiter als der bekannte Kanon. Wir führen Werke des hohen Stils zurück auf die europäische Bühne, die allzu lange im Schatten blieben: die Vokalpolyphonie eines Berezovsky und Bortnjanskyj, die romantische Kraft eines Lysenko, die neoklassische Moderne eines Skoryk. Komponisten, die im 18. und 19. Jahrhundert an denselben Akademien studierten wie ihre heute weltberühmten Zeitgenossen — und deren Musik ebenso viel zu sagen hat.
In unseren exklusiven Arrangements für Kammerbesetzung werden sie zu dem, was sie immer waren: gleichberechtigte Mitgestalter der europäischen Musiktradition. Jedes Programm ist ein Unikat — und eine Entdeckung.
Unsere Programme

"Romantisches Echo: Vom Monolog zur Oper"
Über das Programm: Eine dramatische Reise durch die emotionalen Kontraste des XIX. und XX. Jahrhunderts. Der erste Teil des Programms ist ganz der tiefen Innenwelt der ukrainischen Musik gewidmet – von der zarten Nostalgie des edlen Kunstliedes bis hin zur Moderne und ausdrucksstarken folkloristischen Motiven. Der zweite Teil, verbunden durch eine feinsinnige instrumentale Brücke von Felix Blumenfeld, entführt das Publikum in den Glanz, die Leidenschaft und den akademischen Pracht der großen europäischen Oper und Operette.
Teil I: Ukrainische Romantik, Moderne und folkloristische Quellen
Myroslaw Skoryk — „Melodie“ · 2. Mychajlo Zherbin — „Meine Seele schwebt“ · 3. Hryhorij Alchevskyi — „Warum fällt es mir schwer“ · 4. Felix Blumenfeld — Streichquartett in F-Dur, op. 26: Presto · 5. Mykola Lysenko — Ostaps Arie aus der Oper „Taras Bulba“ · 6. Semen Hulak-Artemowskyj — Oksanas Romanze aus der Oper „Der Saporosche am Donauufer“ · 7. Myroslaw Skoryk — „Hutsul-Tanz“ · 8. Anatolij Kos-Anatolskyj — „Oh, ich werde zum Rand des Berges gehen“ · 9. Ukrainisches Volkslied (Arr. D. Zador) — „Ich drehe einen schwarzen Schnurrbart“ · 10. Ukrainisches Volkslied (Arr. V. Doskalow) — „Auf der Straße spielt die Geige“
Pause (15 Minuten)
Teil II: Europäische Opern- und Operettengala
11. Felix Blumenfeld — Streichquartett in F-Dur, op. 26: Allegro 12. Franz Lehár — Schlusswalzer „Lippen schweigen“ aus der Operette „Die lustige Witwe“ 13. Georges Bizet — Entr'acte aus der Oper „Carmen“ 14. Georges Bizet — Toreador-Lied „Votre toast, je peux vous le rendre“ aus der Oper „Carmen“ 15. Franz Lehár — Arie der Giuditta aus der Operette „Giuditta“ 16. Johannes Brahms — „Ungarischer Tanz Nr. 5“
Dauer: 90 Minuten (mit Pause)
Besetzung: Concert (Vollbesetzung von Solo Semble, bis zu 12 Stimmen und Instrumente)
"Klassik im Dialog: Der europäische Kontext"
Über das Programm: Eine elegante Reflexion der Aufklärung, in der die rationale Harmonie der westeuropäischen Klassik auf die tiefe Mystik und lineare Logik der ukrainischen Tradition trifft. Das Programm zeigt die gemeinsamen Wurzeln von Komponisten, die im XVIII. Jahrhundert zeitgleich an den Schnittstellen der besten italienischen und deutschen akademischen Schulen die Architektur der europäischen Musik prägten.
Repertoire:
Wolfgang Amadeus Mozart — Ausgewählte Opernarien, Duette und Kammerwerke
Maksym Beresowskyj — Weltliche Arien, Fragmente aus der Oper „Demofonte“
Dmytro Bortnjanskyj — Cherubim-Hymnen und Instrumentalwerke in hauseigener Kammerbesetzung
Dauer: 75 Minuten (ohne Pause)
Besetzung: Chamber (bis zu 6 Musiker) / Concert (bis zu 12 Musiker)

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Epoche: Klassizismus
Er studierte in Italien zur gleichen Zeit wie Mozart bei dem legendären Padre Martini. Er bestand die Prüfung zum Akademiker-Komponisten der Philharmonischen Akademie von Bologna mit der höchsten Punktzahl und verewigte seinen Namen auf der Marmortafel der Akademie an der Seite herausragender Europäer.
Das überlieferte Schaffen von Maksym Beresowskyj erstreckt sich über monumentale sakrale Chorkonzerte, tiefgründige liturgische Zyklen sowie wegweisende weltliche Kompositionen. Zu seinen bedeutendsten Meisterwerken zählen die im italienischen Livorno uraufgeführte Oper „Demofonte“, die als eine der ersten ukrainischen Opern überhaupt gilt, die virtuose Violinsonate in C-Dur sowie das weltberühmte mehrstimmige Chorkonzert „Verwirf mich nicht in der Zeit des Alters“. Seine Werke für den liturgischen Gebrauch umfassen eine vollständige handschriftliche Liturgie sowie zahlreiche vierstimmige Chorkonzerte, die durch ihre polyphone Meisterschaft und tiefe emotionale Ausdruckskraft das goldene Zeitalter der ukrainischen Barock- und Klassikmusik begründeten und bis heute prägen.
Aufgrund seines tragisch kurzen Lebenswegs und einer gezielten imperialen Assimilationspolitik gegenüber den kulturellen Eliten wurde sein Erbe in weltweiten Enzyklopädien jahrzehntelang als „russisch“ deklariert, während seine einzigartigen Manuskripte weltlicher Werke lange Zeit in Archiven blockiert blieben.

Epoche: Romantik
Ein brillanter Absolvent des Leipziger Konservatoriums. Er verteidigte die europäische Zukunft seiner Kultur so kompromisslos, dass er eine prestigeträchtige Inszenierung seiner Hauptoper „Taras Bulba“ am Kaiserlichen Theater in Sankt Petersburg ablehnte, da die Bedingung lautete, das Libretto ins Russische zu übersetzen. Er entschied sich bewusst gegen den weltweiten Ruhm, um die Authentizität des Originals zu bewahren.
Mykola Lysenko hinterließ ein monumentales und vielschichtiges Lebenswerk, das als unerschütterliches Fundament der ukrainischen klassischen Musik gilt. Sein Œuvre umfasst wegweisende Nationalopern wie das monumentale historische Drama „Taras Bulba“, die lyrisch-komische Oper „Natalka Poltawka“ und die phantastische Oper „Die Schandtat der Ersehnte“ (Utopija) sowie anspruchsvolle Kinderopern. Neben seinen großen Bühnenwerken schuf er über hundert tiefgründige Kunstlieder und Romanzen auf Texte europäischer und ukrainischer Dichter, bedeutende Klavierzyklen, darunter Rhapsodien und Suiten, sinfonische Kompositionen sowie die monumentale geistliche Hymne „Gebet für die Ukraine“, welche bis heute den Status eines spirituellen Nationalheiligtums einnimmt.
Strenge Zensurakte des Russischen Kaiserreiches (insbesondere der Emser Erlass) verboten offiziell den Notendruck und die Aufführung von Vokalwerken in ukrainischer Sprache, was seine Opernpartituren auf dem Höhepunkt seiner Karriere künstlich von der Integration in europäische Theater isolierte.

Epoche: Spätromantik / Moderne
Ein herausragender Pianist und Dirigent, geboren in der ukrainischen Region Cherson, der zum wichtigsten Mentor und Lehrer des legendären Wladimir Horowitz wurde. Seine eigenen Kompositionen sind ein Gradmesser für den feinsinnigen, virtuosen europäischen Stil.
Felix Blumenfeld schuf als herausragender Vertreter der Spätromantik ein feinsinniges und technisch anspruchsvolles Werk von internationalem Rang. Zu seinen zentralen Schöpfungen gehören die monumentale Sinfonie in c-Moll op. 39 mit dem Untertitel „Am Urquell“, das meisterhafte Streichquartett in F-Dur op. 26 sowie eine Fülle brillanter Klavierwerke, die in der europäischen Virtuodentradition stehen. Weltruhm erlangte insbesondere seine hochartistische „Etüde für die linke Hand allein“ in As-Dur op. 36. Sein Œuvre umfasst zudem über fünfzig kunstvolle Romanzen und lyrische Gesänge, die durch harmonische Kühnheit und orchestrale Farbigkeit des Klaviersatzes bestechen und die ästhetische Brücke zur europäischen Moderne des frühen XX. Jahrhunderts bilden.
Da er sich im Epizentrum des geopolitischen und geografischen Umbruchs des frühen XX. Jahrhunderts wiederfand, wurde seine Persönlichkeit von der sowjetischen Musikwissenschaft assimiliert, während sein eigenes kompositorisches Erbe lange Zeit im Schatten des phänomenalen Ruhms seiner weltberühmten Schüler blieb.
Epoche: Klassizismus
Er studierte in Italien zur gleichen Zeit wie Mozart bei dem legendären Padre Martini. Er bestand die Prüfung zum Akademiker-Komponisten der Philharmonischen Akademie von Bologna mit der höchsten Punktzahl und verewigte seinen Namen auf der Marmortafel der Akademie an der Seite herausragender Europäer.
Das überlieferte Schaffen von Maksym Beresowskyj erstreckt sich über monumentale sakrale Chorkonzerte, tiefgründige liturgische Zyklen sowie wegweisende weltliche Kompositionen. Zu seinen bedeutendsten Meisterwerken zählen die im italienischen Livorno uraufgeführte Oper „Demofonte“, die als eine der ersten ukrainischen Opern überhaupt gilt, die virtuose Violinsonate in C-Dur sowie das weltberühmte mehrstimmige Chorkonzert „Verwirf mich nicht in der Zeit des Alters“. Seine Werke für den liturgischen Gebrauch umfassen eine vollständige handschriftliche Liturgie sowie zahlreiche vierstimmige Chorkonzerte, die durch ihre polyphone Meisterschaft und tiefe emotionale Ausdruckskraft das goldene Zeitalter der ukrainischen Barock- und Klassikmusik begründeten und bis heute prägen.
Aufgrund seines tragisch kurzen Lebenswegs und einer gezielten imperialen Assimilationspolitik gegenüber den kulturellen Eliten wurde sein Erbe in weltweiten Enzyklopädien jahrzehntelang als „russisch“ deklariert, während seine einzigartigen Manuskripte weltlicher Werke lange Zeit in Archiven blockiert blieben.
Epoche: Romantik
Ein brillanter Absolvent des Leipziger Konservatoriums. Er verteidigte die europäische Zukunft seiner Kultur so kompromisslos, dass er eine prestigeträchtige Inszenierung seiner Hauptoper „Taras Bulba“ am Kaiserlichen Theater in Sankt Petersburg ablehnte, da die Bedingung lautete, das Libretto ins Russische zu übersetzen. Er entschied sich bewusst gegen den weltweiten Ruhm, um die Authentizität des Originals zu bewahren.
Mykola Lysenko hinterließ ein monumentales und vielschichtiges Lebenswerk, das als unerschütterliches Fundament der ukrainischen klassischen Musik gilt. Sein Œuvre umfasst wegweisende Nationalopern wie das monumentale historische Drama „Taras Bulba“, die lyrisch-komische Oper „Natalka Poltawka“ und die phantastische Oper „Die Schandtat der Ersehnte“ (Utopija) sowie anspruchsvolle Kinderopern. Neben seinen großen Bühnenwerken schuf er über hundert tiefgründige Kunstlieder und Romanzen auf Texte europäischer und ukrainischer Dichter, bedeutende Klavierzyklen, darunter Rhapsodien und Suiten, sinfonische Kompositionen sowie die monumentale geistliche Hymne „Gebet für die Ukraine“, welche bis heute den Status eines spirituellen Nationalheiligtums einnimmt.
Strenge Zensurakte des Russischen Kaiserreiches (insbesondere der Emser Erlass) verboten offiziell den Notendruck und die Aufführung von Vokalwerken in ukrainischer Sprache, was seine Opernpartituren auf dem Höhepunkt seiner Karriere künstlich von der Integration in europäische Theater isolierte.
Epoche: Spätromantik / Moderne
Ein herausragender Pianist und Dirigent, geboren in der ukrainischen Region Cherson, der zum wichtigsten Mentor und Lehrer des legendären Wladimir Horowitz wurde. Seine eigenen Kompositionen sind ein Gradmesser für den feinsinnigen, virtuosen europäischen Stil.
Felix Blumenfeld schuf als herausragender Vertreter der Spätromantik ein feinsinniges und technisch anspruchsvolles Werk von internationalem Rang. Zu seinen zentralen Schöpfungen gehören die monumentale Sinfonie in c-Moll op. 39 mit dem Untertitel „Am Urquell“, das meisterhafte Streichquartett in F-Dur op. 26 sowie eine Fülle brillanter Klavierwerke, die in der europäischen Virtuodentradition stehen. Weltruhm erlangte insbesondere seine hochartistische „Etüde für die linke Hand allein“ in As-Dur op. 36. Sein Œuvre umfasst zudem über fünfzig kunstvolle Romanzen und lyrische Gesänge, die durch harmonische Kühnheit und orchestrale Farbigkeit des Klaviersatzes bestechen und die ästhetische Brücke zur europäischen Moderne des frühen XX. Jahrhunderts bilden.
Da er sich im Epizentrum des geopolitischen und geografischen Umbruchs des frühen XX. Jahrhunderts wiederfand, wurde seine Persönlichkeit von der sowjetischen Musikwissenschaft assimiliert, während sein eigenes kompositorisches Erbe lange Zeit im Schatten des phänomenalen Ruhms seiner weltberühmten Schüler blieb.




Epoche: Klassizismus
Er verbrachte ein ganzes Jahrzehnt in Italien, wo er bei den Meistern der venezianischen Schule studierte und brillante Opern nach italienischen Libretti (wie „Alcide“ und „Creonte“) komponierte. Später formte er seinen Hofchor zu einem der besten Europas, dessen makelloser und geradezu himmlischer Klang Jahrzehnte später sogar den französischen Komponisten Hector Berlioz in tiefes Staunen versetzte.
Das kompositorische Erbe von Dmytro Bortnjanskyj ist ein leuchtendes Beispiel der europäischen Klassik und ein direkter Dialog mit der Wiener Schule. Zu seinen weltlichen Meisterwerken gehören die in Italien uraufgeführten Opern „Creonte“ und „Alcide“ sowie französische komische Opern wie „Le Faucon“ (Der Falke). Das absolute Herzstück seines Schaffens bilden jedoch seine 35 monumentalen geistlichen Chorkonzerte (darunter das weltberühmte „Lass mein Gebet aufsteigen“). Diese revolutionierten die sakrale a-cappella-Musik, indem sie die ausgefeilte westeuropäische Polyphonie mit der tiefen, archaischen Spiritualität der ukrainischen Gesangstradition zu einer vollendeten klassischen Form verschmolzen. Ergänzt wird dieses Repertoire durch elegante Klaviersonaten und Kammermusik von höchster Güte.
Wie bei vielen ukrainischen Genies des XVIII. Jahrhunderts (er wurde im ukrainischen Hluchiw geboren), wurde seine Identität vollständig vom Russischen Kaiserreich vereinnahmt. Seine Werke wurden in westlichen Enzyklopädien jahrhundertelang systematisch als „russische Klassik“ deklariert, wodurch sein wahres ukrainisch-europäisches Erbe auf den Konzertplakaten der Welt unsichtbar gemacht wurde.

Epoche: Romantik
Ein erstklassiger Opernsänger (Bariton), der die Bühne in Florenz eroberte und an den führenden Theatern Europas auftrat. Basierend auf der italienischen Belcanto-Technik schrieb er die erste große ukrainische Oper, die westliche Kompositionsarchitektur filigran mit nationaler Dramaturgie verband.
Das kompositorische Vermächtnis von Semen Hulak-Artemowskyj wird angeführt von seinem unsterblichen Meisterwerk, der komisch-historischen Oper „Der Saporosche am Donauufer“ (Zaporozhets za Dunayem). Diese partiturgeschichtlich bedeutende Arbeit verwebte erstmals die Gesangstradition des italienischen Belcanto mit der lebendigen ukrainischen Dramaturgie und Melodik. Darüber hinaus komponierte er anspruchsvolle sakrale Werke, tiefgründige solistische Gesänge und Romanzen wie das dramatische Lied „Es rauscht und stöhnt der breite Dnipro“ sowie das Divertissement „Ukrainische Hochzeit“, bei dem er gleichermaßen als Librettist, Komponist und Hauptdarsteller fungierte und damit die Brücke zwischen europäischer Bühnentradition und nationalem Musiktheater schlug.
Die darauffolgenden sowjetischen und imperialen Paradigmen reduzierten den Status seiner Werke bewusst auf das Niveau einer „ethnischen Alltagskomödie“ und nivellierten so die hohe akademische Komplexität seiner Partituren und Vokalpartien für das weltweite Publikum

Epoche: Modernismus / Neoklassizismus
Als Schöpfer der berühmten „Melodie“, die zur inoffiziellen geistlichen Hymne der modernen Ukraine wurde, war Skoryk zugleich ein radikaler Modernist, der Elemente des frühen Jazz und archaische karpatische Folklore feinsinnig in eine strenge neoklassische Form integrierte.
Das facettenreiche Schaffen von Myroslaw Skoryk reicht von intimer Kammermusik bis hin zu monumentalen Bühnen- und Orchesterwerken des XX. und XXI. Jahrhunderts. Neben der weltweit verehrten „Melodie“ in a-Moll, die als musikalisches Epizentrum der ukrainischen Seele gilt, komponierte er die philosophische Großoper „Moses“ nach dem Poem von Iwan Franko, das Ballett „Die Rückkehr des Schmetterlings“, mehrere innovative Konzerte für Violine, Cello und Klavier sowie das farbenprächtige Orchesterwerk „Hutsulischer Triptychon“. Seine stilprägenden Partituren für Kinomeisterwerke, allen voran für den legendären Film „Schatten vergessener Ahnen“ von Sergei Paradschanow, brachten ihm weltweite Anerkennung als visionärer Modernist ein.
In seiner Kindheit wurde er vom sowjetischen Regime zusammen mit seiner Familie nach Sibirien deportiert. Die darauffolgende sowjetische Isolation und der „Eiserne Vorhang“ beschränkten über Jahrzehnte hinweg systematisch die Ausreise ukrainischer Innovations-Komponisten zu westlichen europäischen Festivals für neue Musik.
Epoche: Klassizismus
Er verbrachte ein ganzes Jahrzehnt in Italien, wo er bei den Meistern der venezianischen Schule studierte und brillante Opern nach italienischen Libretti (wie „Alcide“ und „Creonte“) komponierte. Später formte er seinen Hofchor zu einem der besten Europas, dessen makelloser und geradezu himmlischer Klang Jahrzehnte später sogar den französischen Komponisten Hector Berlioz in tiefes Staunen versetzte.
Das kompositorische Erbe von Dmytro Bortnjanskyj ist ein leuchtendes Beispiel der europäischen Klassik und ein direkter Dialog mit der Wiener Schule. Zu seinen weltlichen Meisterwerken gehören die in Italien uraufgeführten Opern „Creonte“ und „Alcide“ sowie französische komische Opern wie „Le Faucon“ (Der Falke). Das absolute Herzstück seines Schaffens bilden jedoch seine 35 monumentalen geistlichen Chorkonzerte (darunter das weltberühmte „Lass mein Gebet aufsteigen“). Diese revolutionierten die sakrale a-cappella-Musik, indem sie die ausgefeilte westeuropäische Polyphonie mit der tiefen, archaischen Spiritualität der ukrainischen Gesangstradition zu einer vollendeten klassischen Form verschmolzen. Ergänzt wird dieses Repertoire durch elegante Klaviersonaten und Kammermusik von höchster Güte.
Wie bei vielen ukrainischen Genies des XVIII. Jahrhunderts (er wurde im ukrainischen Hluchiw geboren), wurde seine Identität vollständig vom Russischen Kaiserreich vereinnahmt. Seine Werke wurden in westlichen Enzyklopädien jahrhundertelang systematisch als „russische Klassik“ deklariert, wodurch sein wahres ukrainisch-europäisches Erbe auf den Konzertplakaten der Welt unsichtbar gemacht wurde.
Epoche: Romantik
Ein erstklassiger Opernsänger (Bariton), der die Bühne in Florenz eroberte und an den führenden Theatern Europas auftrat. Basierend auf der italienischen Belcanto-Technik schrieb er die erste große ukrainische Oper, die westliche Kompositionsarchitektur filigran mit nationaler Dramaturgie verband.
Das kompositorische Vermächtnis von Semen Hulak-Artemowskyj wird angeführt von seinem unsterblichen Meisterwerk, der komisch-historischen Oper „Der Saporosche am Donauufer“ (Zaporozhets za Dunayem). Diese partiturgeschichtlich bedeutende Arbeit verwebte erstmals die Gesangstradition des italienischen Belcanto mit der lebendigen ukrainischen Dramaturgie und Melodik. Darüber hinaus komponierte er anspruchsvolle sakrale Werke, tiefgründige solistische Gesänge und Romanzen wie das dramatische Lied „Es rauscht und stöhnt der breite Dnipro“ sowie das Divertissement „Ukrainische Hochzeit“, bei dem er gleichermaßen als Librettist, Komponist und Hauptdarsteller fungierte und damit die Brücke zwischen europäischer Bühnentradition und nationalem Musiktheater schlug.
Die darauffolgenden sowjetischen und imperialen Paradigmen reduzierten den Status seiner Werke bewusst auf das Niveau einer „ethnischen Alltagskomödie“ und nivellierten so die hohe akademische Komplexität seiner Partituren und Vokalpartien für das weltweite Publikum
Epoche: Modernismus / Neoklassizismus
Als Schöpfer der berühmten „Melodie“, die zur inoffiziellen geistlichen Hymne der modernen Ukraine wurde, war Skoryk zugleich ein radikaler Modernist, der Elemente des frühen Jazz und archaische karpatische Folklore feinsinnig in eine strenge neoklassische Form integrierte.
Das facettenreiche Schaffen von Myroslaw Skoryk reicht von intimer Kammermusik bis hin zu monumentalen Bühnen- und Orchesterwerken des XX. und XXI. Jahrhunderts. Neben der weltweit verehrten „Melodie“ in a-Moll, die als musikalisches Epizentrum der ukrainischen Seele gilt, komponierte er die philosophische Großoper „Moses“ nach dem Poem von Iwan Franko, das Ballett „Die Rückkehr des Schmetterlings“, mehrere innovative Konzerte für Violine, Cello und Klavier sowie das farbenprächtige Orchesterwerk „Hutsulischer Triptychon“. Seine stilprägenden Partituren für Kinomeisterwerke, allen voran für den legendären Film „Schatten vergessener Ahnen“ von Sergei Paradschanow, brachten ihm weltweite Anerkennung als visionärer Modernist ein.
In seiner Kindheit wurde er vom sowjetischen Regime zusammen mit seiner Familie nach Sibirien deportiert. Die darauffolgende sowjetische Isolation und der „Eiserne Vorhang“ beschränkten über Jahrzehnte hinweg systematisch die Ausreise ukrainischer Innovations-Komponisten zu westlichen europäischen Festivals für neue Musik.
Für jeden Rahmen

Gesang & Klavier
Für wen:
Private Salons, Eröffnungen bedeuten-der Ausstellungen, diplomatische Emp-fänge und Kammerkonzerte.

Erweiterte Besetzung
Für wen: Philharmonien, große Festi-valbühnen, Operntage und groß ange-legte Konzertprogramme.

Kammerensemble
Für wen: Spezialisierte Kammermusik-festivals, Veranstaltungen europäischer Kulturinstitutionen, intellektuelle Vort-ragsreihen.
